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"Als Patriot muss man Internationalist sein!" – Grünes Gründungsmitglied Stolz im Interview

"Als Patriot muss man Internationalist sein!" – Grünes Gründungsmitglied Stolz im Interview
Wie viel Uneinigkeit verträgt eine Partei? Und wie viel Wandel? Kaum eine Partei hat sich seit ihrer Gründung so sehr verändert wie Die Grünen. Der fehlende Part sprach mit dem Gründungsmitglied Rolf Stolz.

Die einst sowohl von den Medien als auch von alteingesessenen Politikern belächelte "Öko-Truppe" entsprang der Studentenbewegung der siebziger Jahre und wurde zur Anlaufstelle für Maoisten, Linke und auch Anarchisten. Vereint wurden sie durch die Ablehnung der damaligen Atom- und Umweltpolitik Deutschlands und der Bonner Regierung an sich.

Doch während Petra Kelly eine Koalition Anfang der Achtziger noch für undenkbar hielt, wurde Rot-Grün in den Neunzigern zur Realität. Die große Wende: der Kosovokrieg 1999. Nach einem Sonderparteitag in Bielefeld und einer Farbbeutelattacke auf Außenminister Joschka Fischer musste der Grundsatz "Nie wieder Krieg" dem neuen Leitsatz "Nie wieder Auschwitz" weichen. Von da an entwickelten sich Die Grünen durchaus erfolgreich in Richtung Establishment und verzeichnen heute ein absolutes Hoch.

Letzten Umfragen zufolge könnten Die Grünen sogar die 20 Prozent auf Bundesebene knacken und somit klar zur Volkspartei avancieren. Allerhöchste Eisenbahn, das antideutsche Image etwas aufzupolieren. Vorbei sind die Tage, an denen Claudia Roth hinter "Nie wieder Deutschland"-Bannern steht, auch wenn die Bundestagsvizepräsidentin weiterhin kein großer Fan von Patriotismus ist. Das Spitzenduo Baerbock und Habeck geht mit der Deutschlandsache schon ganz anders um. So haben sie auf ihrer Sommerreise dezidiert Orte des demokratischen deutschen Erbes besucht. Die Frankfurter Paulskirche oder zum Beispiel das Hambacher Schloss. Die Reise trug den ohne Zweifel schwer deutschen Titel "Des Glückes Unterpfand".

Wandelt sich die Partei also erneut, vielleicht hin zu einer patriotischen Heimatpartei? Eine Frage die Jasmin Kosubek mit dem Gründungsmitglied der Grünen, Rolf Stolz, bespricht. So ist Stolz keineswegs ein typischer Grüner, denn er schreibt für die Junge Freiheit und tritt in Kreisverbänden der AfD auf. Dennoch bleibt Stolz dabei, er ist ein Grüner und möchte weiterhin dieser Partei angehören.

Außerdem werfen wir diese Woche einen Blick auf den potentiellen Kanzlerkandidaten Friedrich Merz. Seine Arbeit als Berater und Lobbyist in der Finanzwelt stößt die Grundsatzdebatte über die Verstrickung von Wirtschaft und Politik erneut an. Viele erachten Merz trotzdem als gute Alternative zu Merkel, denn bei ihm weiß man wenigstens, woran man ist.

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